Ein Sakralbau mit Glaskuppel, viel Tageslicht und hohen Anforderungen an die Substanz: In der Synagoge Graz steuert KNX Beleuchtung, Beschattung und Lüftung – obwohl keine neuen Leitungen verlegt werden konnten.
Eckdaten
- Objekt: Synagoge Graz
- Beleuchtung: Steuerung über KNX, alle Tastsensoren per KNX-Funk
- Beschattung: 27 große Sonnensegel, automatisch nach Sonnenstand
- Lüftung: öffenbare Kuppel in rund 25 m Höhe
- Visualisierung: DIVUS Server
Ausgangslage
Die größte Herausforderung: Eine zusätzliche Verkabelung war nicht möglich. Trotzdem sollten Beleuchtung, Beschattung und Lüftung zentral und komfortabel gesteuert werden – in einem Raum, dessen Kuppel viel Licht und Wärme hereinlässt und dessen Technik sich unauffällig einfügen muss.

Lösung
- KNX-Funk statt neuer Leitungen: Alle Tastsensoren für die Beleuchtung sind mit KNX RF umgesetzt. Sie kommunizieren per Funk mit der Anlage und lassen sich ohne Stemmarbeiten setzen.
- 27 Sonnensegel nach Sonnenstand: Die großen Segel fahren automatisch, abhängig vom Stand der Sonne. So bleibt der Raum hell, ohne zu überhitzen oder zu blenden.
- Durchlüftung über die Kuppel: Die Kuppel lässt sich in rund 25 m Höhe öffnen und sorgt so für Luftaustausch – ebenfalls über KNX gesteuert.
- Visualisierung mit DIVUS: Ein DIVUS Server bündelt Beleuchtung, Beschattung und Lüftung auf einer übersichtlichen Bedienoberfläche.

Ergebnis
Licht, Sonnenschutz und Lüftung arbeiten zusammen, ohne dass in die Bausubstanz eingegriffen werden musste. Die Beschattung reagiert selbstständig auf den Sonnenstand, und alles lässt sich zentral über die Visualisierung bedienen und überwachen. Das Projekt zeigt: Auch dort, wo keine Leitung mehr hinkommt, ist KNX möglich.

